Nach dem Juni erwarten dich im Juli nun einige neue Themen. Die Themen des Sommers bleiben im Allgemeinen zwar gleich: Es ist nach wie vor die Zeit des Rausgehens, aber natürlich bringt der Juli seine ganz eigenen Themen mit sich. Diese schauen wir uns heute einmal genauer an.
Die Energien des Sommers
Jetzt im Sommer dürfen aus den Samen des Winters/den Keimlingen des Frühjahrs große, starke Pflanzen entstehen und am Ende des Sommers erwartet uns eine reiche Ernte. Also auf gut Deutsch: Was du dir im Winter vorgenommen hast und im Frühjahr begonnen hast, das gilt es jetzt zu hegen und zu pflegen und dran zu bleiben. Auf jeden Fall gilt jetzt: geh' raus, genieße und habe Spaß.
Meine Tipps für den Sommer allgemein:
Genieße diese Zeit und nimm es leicht, der Sommer steht für Freiheit, für Genuss und für Leichtigkeit
Sei nicht zu ernsthaft und zu verbissen, sag aber auch nicht zu allem Ja. Sei einfach du selbst und höre genau auf die Impulse, tu, was dir Freude macht!
Nutze die maskuline "Get it done"-Energie dieser Jahreszeit - ob beim Sport oder im Job, jetzt bekommst du viel geschafft - fühle den Erfolg, feiere ihn und lass dann wieder los und gib dich der Leichtigkeit und der Freiheit hin (Hingeben: Weibliche Energie).
Diese Phase ist auch die Phase der Kommunikation, sprich also gerne auch Dinge an, die dir wichtig sind und baue empathische Verbindungen zu anderen auf.
Die Themen im Juli
Wie wir schon im Juni gelernt haben, bringt jeder Monat seine ganz eigenen Energien mit, und wir schauen uns gleich an, was uns in diesem Monat erwartet.
Die Themen, die dich im Juli erwarten:
Die Hauptthemen sind die Zeit der Vernetzung und des äußeren Wachstums.
Seelenliebe, durchatmen und die Macht annehmen, unser Leben selbst aktiv zu gestalten. Darum geht es in diesem Juli vorrangig. Ein richtiger Sommermonat, der uns dazu einlädt, unsere Energie für unsere Seelenwünsche zu nutzen.
Eintauchen ins Paradies, ins kühle Nass oder in die Liebe - was immer dich beflügelt, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, es geschehen zu lassen, es anzunehmen oder es aktiv anzugehen.
#1: Eingebunden sein wahrnehmen
Viele Menschen leben heute noch immer in ihrer eigenen "Blase". Sie konzentrieren sich auf sich selbst, ihre Probleme und ihre kleine Welt. Was diese Menschen jedoch vergessen ist, dass wir alle miteinander verbunden sind. Und dass wir alle in Mutter Natur eingebunden sind. Wir sind niemals alleine. Wir selbst entscheiden, ob wir dieses Eingebunden sein wahrnehmen, oder ob wir in unserer eigenen "Blase" gefangen sind. Denn genau das ist es. Wenn wir in unserer kleinen Welt leben, dann sind unsere Verbindungen nach unten und oben nicht offen und wir machen zu. Im Empfangen, im Brustraum und im Gefühl. Öffnen wir uns jedoch, dann stehen uns alle Möglichkeiten offen und wir entdecken neue Wege, die wir gerne gehen möchten. Versteh mich nicht falsch, in seiner eigenen Welt zu sein, das kann absolut stimmig sein - jedoch dürfen wir nie vergessen, dass wir verbunden und eingebunden sind. Du hast die Last der Welt nicht alleine zu tragen, wir alle sind eine Schwesternschaft, eine Menschenfamilie, wir sind verbunden. Wir sind eingebunden in Mutter Natur und Teil ihrer magischen Welt.
#2: Deinen eigenen Weg gehen
Um unsere Herzenswünsche und Visionen wahr werden zu lassen, ist es aus meiner Sicht unabdingbar verbunden zu sein - siehe Thema Nummer 1. Gleichzeitig ist es aber auch unumgänglich, unseren eigenen Weg zu gehen - in vollem Bewusstsein und mit voller Intention. Du hast es verdient, nein es ist deine Pflicht, dein Potenzial zu leben - und dieses Potenzial, das sind unsere Sehnsüchte. Sie führen uns dorthin, wo unsere Seele wachsen und aufblühen kann.
#3: Vertraue und Spring
Um Aufblühen zu können, brauchen wir jedoch Vertrauen. Wir müssen uns trauen, zu springen und Altes hinter uns zu lassen. "Spring und das Netz wird erscheinen" - dieser Spruch birgt so viel Wahrheit. Wir müssen uns trauen, zu springen (unseren Impulsen und Sehnsüchten zu folgen), dazu brauchen wir das Vertrauen in uns selbst, ins Leben und ins Universum. Ich möchte dich ermutigen, dieses Vertrauen in dir zu suchen und dich täglich damit zu verbinden. Das hilft dir bei Thema Nummer 1 und Nummer 2 - du siehst, es hängt wieder alles intensiv zusammen und dieser Monat bringt dir wirklich viele Möglichkeiten zu wachsen und zu heilen.
#4: Kommuniziere deine Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen
Last but not least kommen wir zu einem DER Sommerthemen, der Kommunikation. Wir kommunizieren jederzeit und überall. Auch komplett ohne Worte. Unser Körper kommuniziert mit uns, wir kommunizieren mit unserer Umwelt - gerade weil wir so eingebunden sind. Nutze diesen Monat, um auf die Botschaften deines Körpers und deiner Seele zu hören und sprich deine Wahrheit: Sag ja, sag nein, sag Stopp - was immer sich richtig anfühlt für dich. Wichtig ist nur, dass du die Botschaften wahrnimmst und diesen Monat intensiv danach lebst. Und wenn es der Impuls seiner Seele und deines Körpers ist, die Hände vom Lenker zu nehmen, um ohne Hände Rad zu fahren, dann mach das doch. Oder spring vom 5 Meter Turm im Bad. Oder zieh das rote Kleid an. Trau dich. Dazu ist der Juli da.
Astrologische Termine und Portaltage im Juli
Auch im Juli haben wir wieder einige Portaltage und astrologische Termine. Von den Portaltagen gibt es jedoch eine kleine Verschnaufpause, da es dieses mal nur vier sind.
Die Portaltage im Juli
Wir haben wieder eine Reihe von Portaltagen, an denen du dich selbst verwöhnen und hinspüren darfst, was du wirklich brauchst. Die Portaltage sind am 7., 8., 15. und 19.Juli. Zu dem Thema Portaltage schau auch gerne in meinem Kalender für diese vorbei. Da findest du auch gleich noch mehr Infos zu dem Thema.
Die Mondin im Juli
Am 14. Juli um 11.43 Uhr haben wir die Neumondin im Sternzeichen Krebs. Er markiert einen Neuanfang für tiefgehende Emotionen, innere Ruhe und Familie.
Die Vollmondin findet dann am 29. Juli um 14:35 Uhr im Sternzeichen Wassermann statt.
Die Hoch- Zeittage, auch Sonnentage genannt, sind die 13 Tage, die sich an Litha, die Sommersonnenwende anschließen. Diese Zeit ist heute leider in Vergessenheit geraten. Früher hingegen waren beide Zeiten heilig, Heute sind den meisten jedoch nur die Rauhnächte bekannt, aber um richtig im Schöpfungskreislauf reisen zu können, sollte man sich auf jeden Fall auch mit dem Sonnengegenstück, den Hoch- Zeittagen auseinandersetzen. In dieser Zeit erholen wir uns von der ersten Hälfte des vergangen Jahres, reflektieren darüber, was uns gedient hat und was wir vielleicht zurücklassen wollen und welche Pläne oder Ziele wir in den nächsten sechs Monaten noch abschließen wollen.
Unterschiede und Parallelen zwischen den Hoch- Zeittagen und den Rauhnächten
Die Hoch- Zeittage sind die die Zeit nach Litha am 21.Juni. Hier sind es 12 Tage, die auch Sonnentage genannt werden. Von den Rauhnächten unterscheiden sie sich dadurch, dass wir hier hauptsächlich am Tag "arbeiten". Das Licht der Sonne ist hier wichtig und wir nehmen unsere Erkenntnisse mit in die Nacht. In den Rauhnächten hingengen bereiten wir uns gedanklich am Tag auf die Themen der einzelnen Nächte vor. Hier arbeiten wir vor allem mit unseren Schattenanteilen und versuchen, diese aus der Dunkelheit heraus zu erhellen, um uns selbst besser erkennen zu können. Beide Zeiten, sowohl die Rauhnächte als auch die Sonnentage ähneln sich jedoch dadurch, dass sie ihre eigenen Themen mitbringen. Jede Nacht in den Rauhnächten steht unter einem Motto und jeder Tag der Hoch- Zeittage steht ebenfalls unter einem bestimmten Motto. Aber sie ähneln sich noch unter einem weiteren Punkt: Die 13 Nächte im Winter und die 13 Tage im Sommer wirken ein wenig wie herausgehoben aus der Zeit. Alles scheint irgendwie still zu stehen, nichts will so richtig voran gehen. Alles wird plötzlich zäh und stockt. Vielleicht merkt man es auch körperlich. In beiden Zeiten kann es gut sein, dass man sich unglaublich erschöpft und müde fühlt. Die Kräfte sind irgendwie nicht da um anzupacken, voranzutreiben und aufzubauen. Aber das ist in beiden Fällen normal, denn dafür sind weder die Rauhnächte noch die Hoch- Zeittage da. Beide Zeiten sind die Zeit der Reflexion und des Innehaltens.
Litha, die Sommersonnenwende, ist eine von vier Sonnenfesten und es ist die Zeit, die ähnlich wie Yule wirklich magisch ist. Dazu passen passen besondere Rituale und natürlich auch Rezepte. Daher möchte ich dir heute ein Rezept für Litha- Sonnenkekse vorstellen. Diese Kekse sind deshalb so besonders, weil sie aus den Symbolen der Sonne hergestellt werden.
Die Sonnenkekse
Zutaten für Litha Sonnenkekse (für ca. 8 Kekse)
245g blanchierte Mandeln
200g Zucker
3 große Eier
2 TL Vanille
Schale von 1 Bio-Orange
etwas Thymian, Lavendelblüten, Rosmarin, Salbei
Anleitung
Aus den Mandeln ein feines Pulver mahlen. Die Bio-Orange schälen. Eier trennen.
Orangenschale, Mandelpulver, Eiweiß, Vanille und Zucker mischen und mit dem Rührgerät zu einem dickem Teig aufschlagen.
Teig in kleinen Kugeln auf das Backblech geben und zu flachen, runden Cookies festdrücken.
Mit einem Zahnstocher oder Stäbchen ein kleines Loch in die Mitte jedes Kekses machen (astrologisches Sonnensymbol).
Bei 190°C im Ofen backen, bis sie leicht braun werden. Stäbchenprobe.
Lass die Kekse in der Sonne abkühlen, damit sie etwas Sonnen-Energie tanken können.
Sonnenwasser herstellen
Während die Kekse abkühlen, Sonnenwasser für die Glasur herstellen. Dafür frisches Quellwasser oder Mineralwasser in einer abgedeckten Glaskaraffe für mindestens zwei Stunden in die Sonne stellen.
Glasur und Dekoration (optional)
3 TL Milch
120g Puderzucker
etwas Zitronenschale
ein paar Lavendelblüten, Rosenblüten, etc.
Kurkumapulver für gelb-orangene Farbe (natürlich kann auch Lebensmittelfarbe verwendet werden)
Milch und Puderzucker mit Farbe langsam mischen, bis die gewünschte Konsistenz und Farbe erreicht ist. Dann die Blüten (-Mischung) hinzufügen und die erkalteten Kekse damit dekorieren. In die noch nasse Glasur können weitere essbare Blüten gedrückt werden.
Segnung der Litha Sonnenkekse
Stelle die Litha Sonnenkekse auf einen Tisch und zünde vier goldene (oder gelbe) Kerzen in einem Kreis um die Kekse herum an.
Zünde etwas Litha-Räucherwerk an, als Opfergabe an die Sonne bzw. einen männlichen Gott.
Stelle dich in die Provider-Position und bewege deine linke Handfläche über die Kekse (die Ritualanleitungen zum Kennenlernen der männlichen Götter und deren Haltungen und Korrespondenzen gibts hier).
Schließe deine Augen und stelle dir vor wie das Licht der Sonne über dein drittes Auge (Stirn-Chakra) eindringt und über deine linke Handfläche in die Kekse gesendet wird.
Beschwörung der Sonne: “Rad der Sonne, Rad der Zeit. Glühendes Zepter, das über alles scheint. Ich habe dich hierher gebeten, um in diese Kekse einzutreten.”
Öffne deine Augen und lege die Handflächen zusammen um den Fluss der Sonnenenergie zu stoppen.
Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, teile deine Kekse mit lieben Menschen. Stellt euch beim Essen die Kraft und die Eigenschaften der Sonne vor, die in diesen Keksen enthalten ist, die deinen Geist erwärmen und dich mit den lebensspendenden Energien der Sonne erfüllen.
Das feierliche Teilen und Essen der Sonnenkekse kannst du auch allein als Teil eines Litha Rituals durchführen.
Kanntest du diese Rezept? Oder hast du vielleicht sogar dein eigenes Rezept für Litha? Dann lass es mich doch gerne in den Kommentaren wissen.
Litha, oder auch die Sommersonnenwende, ist einer der besonderen magischen Tage im Jahr. Ein halbes Jahr ist nun vorüber, alles steht in voller Blüte und der Sommer ist endlich da. Wie in den Monatsthemen zum Juni bereits angesprochen, ist es nun an der Zeit, so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen. Und natürlich gibt es wie zu jedem Jahreskreisfest auch für Litha verschiedene Rituale, um diesen Tag zu begehen. Meine Lieblingsrituale möchte ich heute mit dir teilen. Wie man früher diesen magischen Tag begangen hat, kannst du in diesem Beitrag nachlesen.
Litha- Rituale
Die meisten meiner Rituale stammen aus dem Buch "Wicca - a year and a day" von Timothy Roderick.
Dekoriere deinen Litha-Altar
Mein liebstes Ritual ist das Dekorieren meines Altars. Wenn du mit einem Altar arbeitest, oder dir einen anlegen möchtest, ist Litha ein guter Zeitpunkt um ihn, passend zur Jahreszeit zu dekorieren oder um damit zu beginnen.
Versuche deinen Altar draußen im eigenen Garten aufzubauen oder zumindest an einem Ort in der Nähe des Fensters, damit die Sonne darauf scheinen kann und den Altar mit ihren Strahlen erhellt.
Dieser Sabbat feiert das Feuer der Sonne, daher ist es eine gute Idee den Altar in sommerlichen und sonnigen Farben zu dekorieren. Verwende dafür Stoff, Kerzen und Kristalle in den Farben Gelb, Gold, Orange und Rot.
Sonnensymbole sind das Sonnenrad, die Swastika oder einfach eine runde glänzende Scheibe aus Metall. Denke auch an alles andere, was die Sonne für dich persönlich repräsentiert und dekoriere deinen Altar mit diesen Symbolen. Weitere Symbole für Litha sind Sonnenblumen, Eicheln oder getrocknete Zitrusornamente. Als Steine passen Sonnenstein, Citrin und andere Steine in gelb und orange.
Da uns Litha auch daran erinnert, dass in ein paar Monaten die Dunkelheit über das Licht triumphieren wird, denke an Symbole welche den ewigen Kampf von Licht und Dunkelheit (der auch zu Yule gefeiert wird) darstellen. Für mich sind das z.B. Yin und Yang oder ein Schälchen mit Salz und eines mit dunkler Erde oder ein schwarzer Kristall wie Obsidian und ein weißer Kristall wie Selenit.
Meditation für Heilung, Fülle & Reichtum
(nach “Wicca – A year and a day” von Timothy Roderick)
Für dieses Litha Ritual benötigst du einen ruhigen Ort wo du den Sonnenaufgang sehen kannst und etwas Kamillen-Öl.
Beobachte den Sonnenaufgang. Schließe deine Augen und spüre die Wärme der aufgehenden Sonne auf deiner Haut.
Atme ein paar mal tief ein und aus und entspanne deinen Körper.
Stelle dir vor, die Sonne zieht schwere, dunkle Energien, Krankheiten oder emotionale Schwierigkeiten aus dir heraus. Stelle dir vor, wie alle Dinge, die dich belasten dich verlassen und zur Sonne empor schweben, wo sie für immer verbrannt werden.
Singe dabei mehrmals: “Morgensonne, nimm meinen Schmerz. Beruhige mein Herz. Die Krankheit verschwindet.”
Zum Abschluss reibe die Stelle um dein Herz-Chakra (auf Höhe des Herzens in der Mitte der Brust) mit verdünntem, ätherischen Kamillen-Öl ein, um dich an der Essenz der Sonnenenergie auszurichten.
Fokussiere dich jetzt auf die Fülle und Reichtum in deinem Leben. Diese Jahreszeit ist eine Zeit des Überflusses und der Fruchtbarkeit. Was kannst du jetzt, in dieser Saison, beginnen, das bis zum Jahresende zu etwas Schönem werden wird?
Besuche die Feen und Elfen
(nach “Wicca – A year and a day” von Timothy Roderick)
Litha hat eine besondere Verbindung mit der Anderswelt und zu Feen und Elfen. Für dieses Litha Ritual, erkunde deine Umgebung und finde einen Ort, an welchem du erwartest Feen und Elfen finden zu können. Setze dich dorthin, schließe deine Augen und lade die kleinen Wesen still in deine Gegenwart ein. Mache keine plötzlichen Bewegungen und öffne deine Augen nicht, bleibe einfach ruhig sitzen und spüre die Energien um dich herum. Vielleicht spürst du ein Kitzeln auf der Haut oder in deinem Inneren?
Nach ein paar Minuten, danke ihnen still und lass sie wissen, dass du ihre magische Ebene verlassen wirst. Öffne dann deine Augen und lege eine kleine Opfergabe auf den Boden. Traditionell werden dafür Käse, Eier, Äpfel und Brot verwendet. Verlasse dann den Ort und kehre nicht zurück.
Sonnenuntergang mit Wasser-Ritual
Ehre die Sonne am Abend, indem du sie untergehen siehst. Nimm dir Zeit, suche dir vor Sonnenuntergang einen schönen Ort mit freiem Blick auf die Sonne, lege eine Picknick-Decke aus und spüre die Wärme der Sonne auf deiner Haut. Denke darüber nach, wie wichtig die Sonne für dich und dein Leben ist und danke ihr, dass sie Licht in deinen Tag und dein Leben gebracht hat. Du kannst der Erde auch ein bisschen Kuchen oder Wein opfern.
Feuer Ritual zur Verbrennung unerwünschter Energien
(nach “Wicca – A year and a day” von Timothy Roderick)
Für dieses Litha Ritual benötigst du getrocknete Zweige, etwas Schnur und ein feuerfestes Gefäß (oder alternativ eine rote Kerze) sowie etwas Zimtöl.
Sammle einige getrocknete Zweige und bündle sie mit etwas Schnur (alternativ kannst du eine rote Kerze verwenden).
Schließe deine Augen und spüre, wo in deinem Körper du dunkle, heiße, schwere Energien festhältst. Du musst sie nicht nennen, nur spüren, WO sie sind.
Bestreiche die Zweige (oder die Kerze) mit Zimtöl und zünde sie an. Tritt einen Schritt zurück.
Wenn es brennt, schaufle symbolisch die unerwünschten Energien von deinem Körper weg und schiebe sie ins Feuer.
Stell dir vor, die Energien brennen im Feuer vollständig weg.
Lass das Feuer oder die Kerze vollständig ausbrennen.
Dies waren nun meine Lieblingsrituale zu Litha. Feierst du Litha? Und wenn ja, hast du noch andere Rituale? Falls ja, schreib sie mir doch gern in die Kommentare.
Litha oder die Sommersonnenwende ist 1 von 4 Sonnenfesten. Die Sonne hat nun ihren höchsten, nördlichsten Stand erreicht und wendet sich nun wieder in die entgegengesetzte Richtung: Ab jetzt wandert sie wieder in Richtung Äquator bzw. südliche Halbkugel. Astronomisch gesehen beginnt nun der Sommer und je weiter wir in den Sommer voranschreiten, desto mehr Feuerkraft und Wärme können wir tanken. Zu Zeiten der Kelten begann der Sommer bereits zu Beltane am 1. Mai. Für sie war die Sommersonnenwende die Sommermitte (Mittsommer). Die Natur steht in voller Blüte und Pracht. Früchte reifen heran.
Was ist die Sommersonnenwende und wie wird gefeiert?
Themen wie Fülle und Dankbarkeit, Reife und damit verbundene Geduld stehen hier im Vordergrund. Es heißt, dass zu dieser Zeit, genau wie zur Wintersonnenwende, der Jahreskreis 12 Tage lang stehen bleibt, bevor er sich weiterdreht. Und so lange wurde gefeiert. Dies sind die sogennanten Hoch- Zeittage. Früher waren diese sehr wichtig, heute sind sie fast in Vergessenheit geraten. Und obwohl jetzt die Zeit im Jahr beginnt, bei der es zunehmend heißer wird, tauchen wir mit der Sommersonnenwende in die dunkle Jahreshälfte ein. Die Lichtstunden nehmen nach und nach wieder ab und die dunklen Stunden nach und nach wieder zu. Für manche Menschen ist der Gedanke, dass jetzt, wo es gerade schön warm wird, die Tage wieder kürzer werden, traurig. In anderen (z. B. östlichen oder in matriarchalen) Kulturen oder bei Naturvölkern ist das anders. Deren Denkweise ist, dass die Dunkelheit schon vor dem Licht da war und dass alles aus ihr heraus geboren wird. Man könnte sagen, dass Dunkelheit die Mutter des Lichts ist. So wird z. B. neues Leben aus der Dunkelheit heraus geboren – im Mutterleib, in einem Ei oder unter der Erde ist es dunkel. Währenddessen für uns heute der Tag mit dem Sonnenaufgang beginnt, beginnt er für andere Kulturen bereits in der Nacht. Oder das Jahr fängt bei ihnen nicht mit dem Frühling an, sondern im Winter, wenn alles dunkel ist. Der mächtigste Tag der Sonne ist gleichzeitig ihr „Niedergang“ und der Anfang eines Halbjahres, bei dem alles wieder langsamer wird, zurückgeht, abnimmt. Diesen Wendepunkt kann man auch gut in der Natur beobachten: Im Mai ist die Natur geradezu explodiert und alles ist ganz plötzlich grün geworden. Jetzt tauchen wir in eine Reifephase ein. Vorher haben die Pflanzen all ihre Kraft in das Wachstum gesteckt. Jetzt geht ihre Energie auch in die Ausbildung von Früchten (bei manchen Pflanzen sogar schon in die Samen). Die Blätter fangen langsam an, etwas weniger knackig und frisch auszusehen, da sich die Pflanze nun auf die Frucht konzentriert. Noch ist dieser „Umschwung“ wenig sichtbar, aber je weiter wir im Jahr voranschreiten, desto deutlicher wird dieser Prozess zu sehen sein.
Was wir von der Natur lernen können
Litha zeigt uns, dass nichts von Dauer ist und alles in ständiger Bewegung und Veränderung. Und so sind auch wir eingebunden in einen ständigen Wechsel von Tag und Nacht, Licht und Schatten, hell und dunkel, Sommer und Winter, Wärme und Kälte,... . Die Sonne wandert jeden Tag zur Mittagszeit zu ihrem Höhepunkt und nimmt dann wieder Abschied, um nach unten zu ihrem tiefsten Punkt zu wandern und dem Mond Platz zu lassen. Alles hat einen Gegenpol und in einer Art rhythmischen Tanz bewegen wir uns mal mehr in die eine Richtung, mal mehr in die andere. Genauer betrachtet suchen wir auch genau diesen Gegenpol: Wenn es zu heiß ist, wollen wir Schatten, wenn es zu hell ist, setzen wir Sonnenbrillen auf, um die Sonne zu verdunkeln, an einem heißen Tag freuen wir uns abends auf die Abkühlung der Nacht. Wenn es draußen dunkel ist, freuen wir uns über das Licht der Sterne oder des Mondes. Im tiefsten Winter sehnen wir uns nach dem Licht. Wenn es ständig regnet, können wir die trockene Jahreszeit kaum erwarten. … Und gleichzeitig können wir auch lernen, dass alles ein Maß braucht: Zu viel Sonne trocknet die Böden aus und gefährdet die Ernte. Das ist besonders problematisch, weil die Speisekammern gefüllt werden wollen und unser Überleben davon abhängt. Übrigens auch heute noch, nur sind wir uns dessen weniger bewusst, weil die wenigsten ihre Lebensmittel selbst anbauen bzw. herstellen.
Die Mythologie hinter Litha
Der Sonnen- und Jahreskreiskönig Baldur, der zu Beltane die Frühlings- und Vegetationsgöttin geheiratet hat, strahlt so schön und kräftig wie nie. Er wärmt die Erde, lässt Blüten sprießen und Früchte austreiben und reifen. Jedoch ist sein Höhepunkt auch sein Niedergang, denn er wird zur Sommersonnenwende tödlich verletzt und stirbt. (Analog dazu hat auch die Sonne den höchsten bzw. nördlichsten Stand erreicht und wandert nun wieder „abwärts“ bzw. Richtung südliche Halbkugel.)
Eines Nachts wurde der junge Sonnenkönig von dunklen Träumen aufgesucht, was die Götter als einen baldigen Tod interpretierten. Frigg, Baldurs Mutter und Odins Frau, fuhr daraufhin durch alle Welten, um allen Wesen und Kräften den Eid schwören zu lassen, Baldur nichts anzutun. Nur der Mistel verlangte sie keinen Schwur ab, weil sie ihr zu schwach und jung vorkam. Der junge Sonnengott Baldur galt deshalb als unverwundbar. Loki (oder Lugh), der eher zwielichte Feuergott, dem man nicht Recht vertrauen kann, weil er mal Gutes und mal Böses will, hatte davon Wind bekommen und fertigte einen Pfeil aus Mistel an, der Baldur zur Sommersonnenwende tötet. Loki gibt dem blinden Hodur einen Pfeil aus Mistel und richtet seinen Bogen so aus, dass der Pfeil auf Baldur zielt. Baldurs Brust wird vom Mistelpfeil durchbohrt und Baldur stirbt. Baldurs Leichnam wurde von einem Schiff aufs Meer hinausgetragen und zu Hel, der Herrscherin der Unterwelt, Frau Holle, gebracht. Es heißt, dass die Tränen der Götter um den sterbenden Baldur sich im Nachttau zeigen, der die Wiesen benetzt. Der Feuergott Loki (oder Lugh) wird Baldurs Nachfolger und mit ihm wird auch die Sonne in den nächsten Wochen noch heißer. (Übrigens: Die Mistel wird auch dem Winter zugeordnet, weil sie ihre Früchte im Winter trägt. Symbolisch gesehen tötet also der Winter den Sommer.)
Die Göttinnen des Sommers
Die Frühlings- und Vegetationsgöttin ist seit Beltane weiter gereift und mit ihr in ihrem Bauch der neue Sonnengott bzw. Jahreskreiskönig, der zur Wintersonnenwende geboren werden wird. In den verschiedenen Kulturen und Epochen hat diese Göttin andere Namen, aber sie ähneln sich alle. Die Sommergöttinnen sind sinnliche, mütterliche, partnerschaftliche Göttinnen, die die anderen umsorgen. Sie haben einen nährenden und schützenden Aspekt. Es sind Göttinnen des Überflusses und der Fülle. Ein griechisches Göttinnenbild wäre z. B. Aphrodite, bei den Römern wäre es Venus. Bei den Indern ist es die Göttin Lakshmi. Sie ist die Göttin des Glücks, des Reichtums und der Fülle. Ihr heiliges Tier ist die Kuh. Auch sie symbolisiert Fülle und Überfluss.
Die Farbe Rot wird gerne mit der Sommergöttin assoziiert: Rot wie die Liebe und diese sehr sinnliche Jahreszeit, in der unsere Sinne mit den schönsten Düften, Geschmäckern, Farben und wärmenden Sonnenstrahlen verzaubert werden. Aber auch Rot wie Blut: z. B. Menstruationsblut. Jeden Monat aufs Neue durchlebt eine Frau in ihren fruchtbaren Jahren eine Wandlungskraft in ihrem Schoß und kann neues Leben, neue „Früchte“ heranwachsen lassen. Wir dürfen uns daran erinnern, dass das ein ziemliches Wunder ist und besonders jetzt in dieser sinnlichen Zeit ehren und feiern.
Die alten Bräuche
Ursprünglich ist die Sommersonnenwende genau wie Beltane ein berauschendes Fest, bei dem getrunken, gefeiert und getanzt wird. Einerseits um seiner Freude und Ausgelassenheit Ausdruck zu verleihen, andererseits um in andere Dimensionen aufzusteigen, denn die Tore zur Anderswelt sind geöffnet und es kann zwischen den Welten gereist werden. Glühwürmchen leuchten den Weg zu magischen Plätzen und auch Elfen, Zwerge und andere Naturgeister feiern mit. Sonnenwendfeuer Natürlich spielt das Sonnenwendfeuer eine große Rolle zur Sommersonnenwende. Es wird auf Anhöhen, Hügeln und Bergen angezündet und das Licht erstrahlt bis in die Täler. Es ist ein Symbol für die Sonnen- und Feuerkraft und ein Freuden- und Dankesfeuer. In manchen Gegenden wurde das Feuer aus 9 verschiedenen heiligen Hölzern geschichtet. Unbedingt dabei sein mussten Wacholder und ein Reisigbündel vom Vorjahr. In anderen Regionen verbrannte man hauptsächlich Eiche und Fichte. (Letzten Endes verbrannt man, was regional anzufinden war.) Vom Feuer glaubte man früher, dass es seinen Ursprung im Himmel habe. Man dachte, es sei ein auf die Erde heruntergefallener Funken Sonnenglut. Feuer galt, wie alle anderen Naturkräfte, als ein lebendiges Wesen, das göttliche Macht besaß. Demnach hatte man großen Respekt und opferte ihm verschiedene Hölzer, Pflanzen oder Strohpuppen – eigentlich alles, was den Feuergeist stärkte und aber auch besänftigte. Um die Feuerkraft zu erhöhen, wurden auch Feuerräder ins Tal gerollt und es gab Fackelläufe. Solche Fackeln waren zum Beispiel brennende Besen oder in Pech getauchte, trockene Blütenstände der Königskerze. Mit diesen Königskerzenfackeln berührte man auch Kranke und sagt dabei einen Heilspruch auf. Das Feuer sollte die Krankheitsdämonen bekämpfen und Heilung bringen. Bärlapp- Sporenstaub (auch Blitzpulver oder Hexenmehl genannt) wurde ins Feuer geworfen, um die Flammen anzufeuern. Dabei entstanden besondere Lichteffekte bzw. Blitzeffekte. Natürlich wird auch zur Sommersonnenwende übers Feuer gesprungen. Besonders hohe Sprünge sollte sie Getreideähren höher wachsen lassen. Man rief dabei magische Formeln wie „Flachs, Flachs, werde lang!“ oder „Wachse, dass auch der Hanf 3 Ellen lang werde. Liebespaare sollten Hand in Hand übers Feuer springen, um ihre Verbindung mit Liebe und Fruchtbarkeit zu stärken und zu segnen. Für uns heute eher ungewöhnlich war der Brauch, Kinder wurden übers Feuer zu werfen, um sie vor Krankheit zu schützen. Man ging generell davon aus, dass das Feuer transformierende, segnende, reinigende und heilsame Kräfte hat.
3 typische Pflanzen zu Litha
Johanniskraut
Das Johanniskraut erhielt seinen Namen, als es Johannis dem Täufer geweiht wurde. Ein alter Name der Pflanze ist Teufelsflucht, weil es das Dunkle (das Böse, den Teufel) vertreibt. Es ist ein altes Schutzkraut, dass Licht ins Dunkel bringt. Man legte es auf Häuserdächer oder hing es über Fenster und an Stalltüren, um Haus und Hof mit Licht zu segnen und den Blitz bzw. die Gewittergötter abzuwehren.
Das Johanniskraut war die Lieblingspflanze des Sonnengottes Baldur. Die rote Farbe, die entsteht, wenn man es zwischen den Fingern zerreibt, ließ symbolisch an das Blut Baldurs denken, der zur Sommersonnenwende stirbt. Später, mit der Namensgebung „Johanniskraut“ symbolisierte die rote Farbe das Blut Johannis. Dieser dunkelrote Farbstoff nennt sich Hypericin. Es speichert die UV-Strahlen der Sonne. Wenn man die Pflanze gegen das Licht hält, erkennt man sehr gut die kleinen Öldrüsen, die die Hypericinspeicherzellen enthalten. Sie sehen aus wie kleine schwarze Punkte. Ganz so, als wären die Blätter durchlöchert. Daher auch das Wort "perforatum“ in seinem Namen. "Perforatum" heißt auf Latein durchlöchert. Zur Sommersonnenwende sollte die Pflanze mit einem starken Bezug zum Licht helfen, der Sonne und den Sonnengöttern näher zu kommen und sich mit ihnen zu verbinden. Man glaubte, das Dunkle (Krankheit, Fluch und Böses) dadurch abwehren zu können.
Johanniskraut in der Pflanzenheilkunde
Heute wird das Johanniskraut am meisten für seine antidepressive (lichtbringende) Wirkung gerühmt. Außerdem erwärmt es die Seele, beruhigt, entspannt und verbessert dadurch den Schlaf. Es stärkt die Nerven, löst Krämpfe, hemmt Entzündungen, unterstützt die Wundheilung, stillt Schmerzen und wirkt antibakteriell und antiviral.
Johanniskraut räuchern
Es werden die Blüten bzw. das blühende Kraut verräuchert. Dazu wird es an einem heißen Tag um die Sommersonnenwende herum geerntet und anschließend an einen warmen, gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung zum Trocknen aufgehängt. Johanniskraut verräuchert sich am besten auf einem Räuchersieb.Auch beim Räuchern schenkt es Wärme und Licht und spendet dadurch Trost und Geborgenheit. Anspannungen, Unsicherheit und Ängste können sich auflösen. Man nutzt Johanniskraut auch um Räume zu reinigen und zu segnen.
Beifuss
Beifußgewächse werden seit Menschengedenken und auf allen Kontinenten genutzt und als besondere Zauber- und Ritualspflanze geschätzt. Seinen botanischen Namen verdankt der Beifuß der Göttin Artemis. Sie ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Jagd, des Waldes, der Geburt und des Mondes und beschützt Frauen und Kinder. Artemis trug einen Gürtel aus geflochtenem Beifuß, der ihre Kräfte zu verdoppeln vermochte. Auch der germanische Donnergott Thor trug einen Gürtel aus Beifuß, der ihm nicht nur verhalf, Kämpfe mit Ungeheuern zu gewinnen und gefährliche Reisen zu überstehen, sondern seine erotischen Kräfte stärkte. Der Liebes- und Fruchtbarkeitszauber des Beifußes besteht darin, den weiblichen Schoß zu erwärmen und zu öffnen und dem Mann die Kraft des Donnergottes zu verleihen. Die Wurzel wurde als Amulett gegen Müdigkeit getragen. Ein Sträußchen an die Eingangstür oder Stalldecke gebunden, sollte vor Blitz und bösem Zauber schützen. Beifuß gehört mit Johanniskraut zu den wichtigsten Sonnenwendkräutern.
Beifuss in der Pflanzenheilkunde
Beifuß ist eine wichtige Heilpflanze für Frauen. Das herbarum mater (Mutter aller Kräuter), wie es im Mittelalter genannt wurde, wurde schon in der Steinzeit als Frauenheilmittel genutzt. Mit Sitzbädern regtemman die Menstruation an und der Tee halft, die Nachgeburt oder den toten Fötus herauszutreiben oder eine ungewollte Schwangerschaft abzubrechen. Heute nutzt man ihn für dieselben Eigenschaften. Er erwärmt und entspannt den Unterleib und bringt die Menstruation in Fluss – besonders auch wenn nach Absetzen der Pille die Regel ausbleibt oder generell schwach ist. Durch seine Bitterstoffe regt der Beifuß die Leber an und treibt u. a. die von der Pille verursachten Giftstoffe nach außen. Das entlastet die Leber und fördert die Blutbildung. Die Bitterstoffe unterstützen außerdem die Verdauung und machen fette Speisen bekömmlicher, weshalb er auch gerne in der Küche gebraucht wird.
Beifuss räuchern
Es werden die getrockneten Triebspitzen, Blätter und die Wurzeln verräuchert. Der Rauch gibt einen angenehmen bitter-würzigen Geruch, der entspannt und erdet. Er fördert die Intuition und intensiviert die Träume. So wie früher der Beifuß genutzt wurde, um in andere Welten zu reisen, kann man ihn heute dazu nutze, um sich von Verstorbenen (die sozusagen in eine andere Welt übergetreten sind) zu verabschieden. Beifuß hilft beim Loslassen und gibt Mut Neues zu starten. Er reinigt und schützt, wärmt, kräftigt, löst Anspannungen und wirkt heilsam auf allen Ebenen. Beifuß lässt sich gut in Räucherbündel einbinden. Man kann aber auch einfach eine Handvoll getrockneter Blätter mit den Händen zu einem kleinen Knäuel rollen und in einem feuerfesten Gefäß anzünden.
Rose
Die Rose ist das Sinnbild von Liebe und Erotik. Sie ist die Königin unter den Blumen und den Göttinnen und Göttern der Liebe geweiht. Sie wird seit mehr als 2000 Jahren gezüchtet, weshalb es mehrere Tausend verschiedene Rosensorten gibt, die sich in Duft, Farbe, Form und Wuchshöhe unterscheiden. Verehrt wurde die Rose aber schon viel länger. Die ursprüngliche wilde Form der Rose ist die Hundsrose – rosa canina, besser bekannt unter dem Namen Hagebutte. Die alten und wilden Rosenarten bilden noch Hagebutten aus, viele Kulturrosen sind heute steril. Die Rose ist auch Namensgeberin einer ganzen Pflanzenfamilie, den Rosengewächsen. Zu dieser Familie gehören sehr viele Obstarten, die wir im Sommer und Herbst ernten. Wie z. B. Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Kirschen oder auch Pflaumen.
Rose in der Pflanzenheilkunde
Die neben der Rosa canina (Hagebutte / Hundsrose) am meisten in der Pflanzenheilkunde verwendeten Rosenarten sind die Rosa centifolia und Rosa damascena. Sie sind entzündungswidrig, unterstützen die Wundheilung, sind antimikrobiell, angstlösend und stimmungsaufhellend. Speziell in der Frauenheilkunde wird die Rose gerne zur Unterstützung bei Scheidenpilz, Scheidentrockenheit, bakteriellen Ausfluss, nach Dammrissen oder zur Narbenpflege genutzt.
Rose räuchern
Geräuchert werden die duftenden Blütenblätter ungespritzter Rosen, die anschließend getrocknet werden. Beim Räuchern haben sie leider keinen starken Eigengeruch und eignen sich deshalb besser in Mischungen wie z. B. Liebesmischungen aus Rose, Zimt, Orange, Styrax und Kardamom. Die Rose besänftigt, macht sinnlich, öffnet das Herz, fördert die Harmonie zwischen den Menschen, versöhnt und segnet.
weitere Räucherkräuter für Litha
Gänseblümchen (Bellis perennis; Blüten): öffnet das Herz und richtet auf, gibt Mut, beschützt auf eine ganz weibliche Weise
(sehr gut für Themen, die sich um das innere Kind drehen), für Liebesräucherungen
Linde (Tilia cordata und Tilia platyphyllos; Blüten, Rinde, Blätter): beruhigen und entspannen, bringen Geborgenheit und
das Gefühl von Sicherheit
Dost (Origanum vulgare; das blühende Kraut): stärkt die Nerven, entspannt, muntert auf, erhellt die Stimmung, reinigend, schützt vor bösen Geistern (bzw. vor Krankheiten – wegen der reinigenden Wirkung)
Lavendel (Lavendula officinalis / angustifolia; das blühende Kraut): bringt Klarheit und Fokus, desinfiziert und reinigt, beruhigt und entspannt, stärkt die Nerven
Immortelle (Helichrysum italicum; Blüten und Kraut): erdende, sinnliche, anregende Wirkung, es schenkt Wärme und
unterstützt darin, Blockade zu lösen
Idee für ein kleines Ritual zu Litha
Träume erFÜLLEN und reifen lassen
Mach ein Feuer und setz dich still daneben. (Notfalls geht auch eine Kerze, wenn du kein Feuer machen kannst.) Beobachte das Flackern der Flammen. Schau genau hin, wie die Farben sich ändern und wie die Flammen manchmal spitz zum Himmel züngeln. Spür in dich hinein und frag dich, welchen Traum du dir schon lange erfüllen möchtest oder welches deiner Projekte reifen und einen Sprung machen soll. Frag dich, was es dazu braucht. Schreib die 3 nächsten Schritte auf und fasse den festen Entschluss, diese 3 Schritte in den nächsten Wochen (oder Monaten – es soll realistisch machbar sein) umzusetzen. Sprich deinen Entschluss laut aus und schreibe ihn auf einen Zettel. Anschließend übergibst du den Zettel den Flammen und bittest die Feuergeister und den Sonnengott um Unterstützung und Transformation.
Sinnfragen zu Litha
Zum Thema Fülle und Reichtum
Was bedeutet Fülle für mich?
Wo ist bereits Fülle in meinem Leben?
Wo könnte es mehr Fülle geben?
Was könnte ich machen, um mehr in Fülle zu kommen?
Wie kann ich mir meine Wünsche erFÜLLEn?
Wie könnte ich das Leben anderer beREICHern?
Sind die Samen (Ideen / Projekte), die ich gepflanzt habe, aufgegangen?
Brauchen sie noch mehr Pflege, um zu reifen?
Zum Thema Reife und Geduld
Welche Prozesse in mir reifen gerade?
Wo braucht es noch etwas Geduld, bis der Prozess zu Ende ist?
Fällt es mir schwer, geduldig zu sein?
Möchte ich oft die Früchte meiner Arbeit zu zeitig ernten und bin dann ungeduldig?
Sind meine Antworten und Handlungen ausgereift oder ungeduldig?
Wo stehen meine Projekte gerade? In welchem „Reifestatus“ sind sie?
Von welchen Dingen / Bereichen muss ich mich vielleicht verabschieden,
sodass andere Dinge / Bereiche besser reifen können?
Zum Thema Höhepunkt
Wie sollte der „Höhepunkt“ deines Tages / deiner Woche / des Monats / des
Jahres / oder deines Lebens aussehen?
Wie möchtest du dich fühlen? Was möchtest du gelebt haben?
Jetzt, mit dem Juni beginnt nun auch das Sommer- Quartal. Im Sommer dürfen aus den Samen des Winters und den Keimlingen des Frühjahrs große, starke Pflanzen entstehen und am Ende des Sommers erwartet uns eine reiche Ernte. Also auf gut Deutsch: Was du dir im Winter vorgenommen hast und im Frühjahr begonnen hast, das gilt es jetzt zu hegen und zu pflegen und dran zu bleiben.
Meine Tipps für den Sommer allgemein:
Genieße diese Zeit und nimm es leicht, der Sommer steht für Freiheit, für Genuss und für Leichtigkeit
Sei nicht zu ernsthaft und zu verbissen, sag aber auch nicht zu allem Ja. Sei einfach du selbst und höre genau auf die Impulse, tu, was dir Freude macht!
Nutze die maskuline "Get it done"-Energie dieser Jahreszeit - ob beim Sport oder im Job, jetzt bekommst du viel geschafft - fühle den Erfolg, feiere ihn und lass dann wieder los und gib dich der Leichtigkeit und der Freiheit hin (Hingeben: Weibliche Energie).
Diese Phase ist auch die Phase der Kommunikation, sprich also gerne auch Dinge an, die dir wichtig sind und baue empathische Verbindungen zu anderen auf.
Innerhalb dieses Zyklus gibt es aber natürlich noch kleinere Zyklen, die es zu erforschen gilt: Seien es die Monatszyklen oder die Mondzyklen, dein Menstruationszyklus oder ein Projektzyklus, die Energien gehen ineinander über und vermischen sich.
Die Themen, die dich im Juni erwarten:
Das Thema im Juni: Zeit der Entfaltung und des inneren Wachstums
Die energetische Qualität des Juni ist bestimmt von Licht und Helligkeit, das Helle triumphiert über die Finsternis (bis zur Sonnwende am 21. Juni) und es gilt bis dahin alles Verborgene ans Licht zubringen. Du alleine entscheidest, wie schwer oder leicht dies gehen darf.
#1: Sich selbst entfalten:
Rund um uns entfaltet sich die Natur: In jedem Blatt, jeder Blüte und jedem Trieb. Dieses Entfalten ist dabei keine bewusste Entscheidung der Pflanzen, die sagen "ich wachse jetzt", sondern sie tun einfach, was in ihnen steckt.
Und genauso wie die Natur, dürfen auch wir uns im strahlenden Licht der Sonne entfalten. Wir tun dies wie die Pflanzen ohnehin, denn nichts bleibt je gleich, alles ist im Fluss. Was wir jedoch bewusst tun können ist, die besten Bedingungen für unsere Entwicklung zu schaffen. Wir gestalten den Nährboden für unsere Entwicklung!
#2: Raum für Wachstum schaffen:
Wie ein Baum Platz für seine Krone braucht und gleichmäßig in alle Richtungen wächst, um in Balance zu bleiben, solltest du dich im Juni fragen, ob du noch genügend Platz für dein Wachstum hast und ob dein Wachstum ausgeglichen ist.
Gibt es Bereiche in deinem Leben, in denen du gerne wachsen und dich entwickeln möchtest, die du bisher "hinten angestellt" hast? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt diese Bereiche mit etwas Aufmerksamkeit zu beschenken. 😉
#3: Verborgenes ans Licht bringen:
Der helle Juni fordert uns dazu auf, verborgene Dinge ans Licht zu holen: Wirf einen kritischen Blick auf deine Lebensumstände, die deinem Wachstum nicht mehr dienlich sind.
Ein Nährboden, der Pflanzen zu wenige oder falsche Nährstoffe zuführt, lässt es verkümmern. Es braucht Mut dies zu erkennen und noch mehr Mut dies zu ändern - jedoch mach dir eines klar: Du musst nicht alles auf einmal ändern. Ein bewusster Schritt nach dem nächsten, bis du dir selbst einen Nährboden geschaffen hast, in dem du erblühen kannst!
Vergiss nie: Wer sich selbst wirklich liebt, für sich sorgt und sich wahr- und ernst nimmt, ist ein glücklicher Mensch.
Wer für sich selbst sorgen kann, der kann auch mit offenem Herzen anderen geben, weil er selbst keinen Mangel leidet. Eine gesunde und liebevolle Beziehung zu sich selbst führt nicht zu Rücksichtslosigkeit und Egoismus, sondern ganz im Gegenteil!
Komme und sei in deiner vollen Kraft, schöpfe aus deinem inneren Reichtum und gib ihn mit Freude an andere weiter. So machen wir die Welt Stück für Stück zu einem besseren und schöneren Ort.